Neben dem Einwegkunststoffverbot, das ab Mitte diesen Jahres in Kraft tritt und das unter anderem den Vertrieb von Plastikstrohhalmen, -rührstäbchen und Styroporeinwegverpackungen verbietet, wurden nun weitere Änderungen im Verpackungsgesetz beschlossen. Ab 2023 müssen demnach EU-weit alle gastronomischen Betriebe mit einer Ladenfläche von über 80 m² und mehr als fünf Mitarbeiter*innen, sowie alle Filialen von Ketten eine Mehrwegalternative für Essen und Getränke Mitnehmen anbieten. Dabei darf die Mehrwegvariante nicht teurer sein als das in Einweg verpackte Produkt. Mehrwegbecher müssen für alle Angebotsgrößen eines To-Go-Getränks zur Verfügung stehen. Kleinere Betriebe sollen den Kund*innen anbieten, ihre eigenen Behälter zu befüllen. Auf diese Möglichkeit sollen sie ihre Kundschaft deutlich hinweisen.

Hintergrund der Novelle ist, dass mehr als die Hälfte aller Kunststoffabfälle auf Einwegverpackungen zurückzuführen ist. Dies führt zu vielfältigen Problemen: zum einen werden Einwegverpackungen nur sehr kurz genutzt und verbrauchen somit unnötig viele Ressourcen, zum anderen landen sie nach ihrer Verwendung oft auf den Straßen, in Parks und Gewässern, sodass sie auch langfristig die Umwelt verschmutzen und in den Städten zu hohen Reinigungskosten beitragen. Der Take-Away-Konsum ist während des Lockdowns, während viele Restaurants coronabedingt geschlossen bleiben müssen, rasant angestiegen – und mit ihm die Berge an Verpackungsmüll und die Belastung für die Umwelt.

Einige Restaurants bieten schon jetzt eine Mehrwegalternative und gehen wie Frank Staiger, Geschäftsführer der Kette Little Green Rabbit, mit positivem Beispiel voran: „Im November letzten Jahres haben wir ein eigenes Pfandsystem eingeführt und wollen für Mehrweg bei Food-To-Go werben. Dafür gibt beispielsweise in unserer App die Möglichkeit, das Essen zum Mitnehmen direkt in unserer Mehrwegbox zu .“

Innerhalb des Projekts Mehrweg statt Einweg beraten wir gastronomische Betriebe bei der Einführung eines Mehrweg-Systems. Sprechen Sie uns an!